[ ki ] Die Norddeutschen zeichnen sich nicht gerade durch Spontanität aus. Das Konzert der "Don Kosaken Serge Jaroff" in der Himberger St. Bartholomäus-Kirche jedoch zog die rund 400 Zuhörer so in ihren Bann, dass es für die 18 stimmgewaltigen Sänger - allesamt Opernsolisten – fast nicht enden wollenden Beifall, sondern stehende Ovationen gab.
Der Himberger Shantychor, die Helgoländer Jungs, hatte anlässlich seines 25jährigen Bestehens als Jubiläumsgeschenk zu diesem besonderen Konzert eingeladen Der Höhepunkt war am Ende der gemeinsame Auftritt beider Chöre mit "Ich bete an die Macht der Liebe" – nach dem Arrangement von Serge Jaroff. Der Shantychor wurde dabei summend durch die stimmgewaltigen Don Kosaken musikalisch begleitet.
Was die Konzertbesucher in Himbergen hörten war ein absoluter musikalischer Hochgenuss. Ob im ersten Teil mit überwiegend russisch- orthodoxen Liturgien und nach der Pause mit klassischen Werken und Volksweisen brillierten die Opernsänger des Ensemble mit einer ernormen Bandbreite ihres unvergleichlichen Stimmenreichtums. Ein perfektes Klangbild von fast gehauchten Piano bis hin zum mächtigen Fortissimo. DieKlassiker von "Abendglocken" und "Kalinka" fehlten nicht. Die Begeisterung der Zuhörer ging so weit, dass sie zeitweilig mit summten. Es ist die Stärke der Sänger, dass sie ohne Technik auskommen, nur allein durch ihre Stimmen Kirchen und Konzertsäle beschallen.
Serge Jaroff hat den Chor weltberühmt gemacht. Wanja Hlibka, der in Hamburg


|
|
Gesang studierte, und seit 1967 Ensemble- Mitglied wurde, hat 1991 mit Sangeskollegen die Nachfolge angetreten, den Chor wieder aufgebaut. Aus Amerika erhielt Hlibka die original Arrangements von Jaroff, um den Chor in seinem Sinne weiter zu führen. Diesen Original "Don Kosaken Chor Serge Jaroff" leitet der 64jährige Hlibka und gab in der Himberger Kirche mit 18 ausgebildeten Opernsängern ein grandioses Konzert.

|
|
[ up ] Der traurige Anblick des Buswartehäuschens in Gienau verschlägt einem den Atem an diesem nebligen Novembermorgen.
Was in mühe- und liebevoller Gemeinschaftsarbeit als Unterstand für die Schulkinder des Dorfes gebaut worden war, ist zum zweiten Mal Opfer sinn- und hirnloser Zerstörungswut geworden. Überall liegen Glassplitter und zerborstene Dachziegel herum. Offenbar reichte den Tätern der ebenerdige Vandalismus nicht mehr aus, sie stiegen auf's Dach und rissen mehr als die Hälfte der Dachziegel heraus und warfen sie auf die Straße.
Was treibt Menschen dazu an, sich auf diesem Niveau profilieren zu müssen? Leider bleibt diese Frage in unserer heutigen Gesellschaft nur allzu oft unbeantwortet.
Und so werden die Gienauer ein weiteres Mal das schmucke Häuschen instandsetzen, denn eine Kapitulation vor mutwilliger Vernichtung fremden Eigentums kommt für die Dorfbewohner nicht infrage. Die Polizei ist eingeschaltet.

|