Nr. 61 · Dezember 2011

Erstmals Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden der Stadt Bleckede
 
 

[ anbo ] Seit Ende Oktober tut sich was auf Bleckedes Dächern: Auf Gebäuden, deren Eigentümer die Stadt Bleckede ist, werden erstmals Photovoltaik-Anlagen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes installiert. Die Partner dieses Projektes sind die Stadt Bleckede, die Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG sowie das Unternehmen Innosenso Future Living Projects KG aus Alt Garge.
Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Seit 1958 zur Energieversorgung von Raumflugkörpern eingesetzt, findet sie inzwischen auch Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden und auf Freiflächen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sowie aufgrund des steigenden Bedarfes an regenerativer Energie setzt die Stadt Bleckede mit den Projektpartnern neue Akzente in der Energieversorgung des Stadtgebietes: "Mit der Verpachtung von eigenen Dachflächen möchte die Stadt Bleckede einen aktiven Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien und damit einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung des umweltbelastenden Kohlendioxyds leisten. Mit einer Gesamtfläche von etwa 1.100 Quadratmetern können ca. 100 Tonnen pro Jahr eingespart werden.", teilte Bürgermeister Jens Böther am Pressetermin anlässlich der Inbetriebnahme der ersten Photovoltaik-Anlage auf dem Feuerwehrhaus in Wendewisch am 9. November mit. Dabei anwesend waren auch der Vorstand der Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG, Herr Rolf Bannehr, der Leiter für Regenerative Energien der


 

Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG, Herr Mathias Möller sowie Frau Regine Schienbein und Herr Wolfgang Kuhn, beide von Innosenso Future Living Projects KG. Das Gemeinschaftsprojekt konnte aufgrund der guten Zusammenarbeit der Projektpartner recht schnell realisiert werden. Auf Initiative der Stadt Bleckede wurden Anfang des Jahres erste Gespräche geführt, und schon im Frühsommer insgesamt 30 Dachflächenareale von Städtischen Gebäuden ausgewählt, die nach Meinung der Projektpartner in Frage kommen könnten. Nach einer umfassenden Prüfung dieser Objekte durch die Firma "Innosenso" auf ihre Eignung (Verschattung, Dachneigung, Ausrichtung, Statik etc.) blieben zum Schluss noch 13 Gebäude mit insgesamt 19 Dächern übrig: sechs Feuerwehrhäuser (Wendewisch, Garlstorf, Brackede, Radegast, Göddingen, Barskamp), die Kläranlage, die Wohnanlagen in der Georgstraße, die Turnhalle der Grundschule Barskamp, die Polizei, das Bleckeder Haus sowie die Turnhalle der Grundschule Bleckede.
Die Gesamtleistung der 19 Anlagen wird auf ca. 160 kWp (Kilowattpeak = Spitzenleistung) sowie mit einer Stromproduktion von etwa 136.000 kWh pro Jahr beziffert. Die kleinste Fläche hat dabei das Feuerwehrhaus in Barskamp mit einer Fläche von ca. 40 qm und 6 kWp; die größte Fläche befindet sich auf der Turnhalle der Elbtalgrundschule in Bleckede mit ca. 170 qm und knapp 25 kWp.
Während die Stadt Bleckede die Flächen zur Verfügung stellt und an die Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG verpachtet, investierte der Energieversorger ca. 350.000 Euro in die Montage der Module sowie in den

 

Aufbau des Netzes zur Stromeinspeisung. Zusammen mit dem dritten Projektpartner, Innosenso Future Living Projects KG, waren sie auch für die Projektentwicklung zuständig. Innosenso Future Living Projects KG war darüber hinaus für die Projektsteuerung sowie für die Prüfung von möglichen Dächern und die Lieferung der Anlagen zuständig.

 


   
   
 
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